Regionalplan München - Ziele und Grundsätze

B IV Wirtschaft und Dienstleistungen

Begründung zu Kapitel B IV

1  Leitbild

G 1.1
Durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien wird die Globalisierung weiter voranschreiten. Es ist daher von besonderer Bedeutung, dass die Region München auf der Grundlage vertrauensvoller Kooperation als attraktiver, innovativer und international präsenter Wirtschaftsraum erhalten und gestärkt wird.

G 1.2
Es ist von besonderer Bedeutung, die Standortvorzüge der Region als Kern der Metropolregion München, insbesondere die nationale und internationale Verkehrsanbindung, das Innovationspotential sowie das Potential qualifizierter Arbeitskräfte und Entscheidungsträger, wettbewerbsstärkend weiter auszubauen.

G 1.3
Es ist darauf hinzuwirken, die Wirtschaft der Region unter Beachtung von Sozial- und Umweltverträglichkeit so zu entwickeln, dass sie sich im nationalen und internationalen marktwirtschaftlichen Wettbewerb behaupten, und dass sie zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung beitragen kann.

Dies sollte durch den Aufbau einer regionalen Wirtschaftsförderung unterstützt werden.

G 1.4
Es ist anzustreben, die Standorte für Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie für Bildungseinrichtungen bevorzugt zu sichern und vernetzt weiterzuentwickeln.

Es ist auf eine gewerbliche Standortplanung hinzuwirken, die den Technologietransfer erleichtert und vor allem auch das Innovationspotential der kleinen und mittleren Betriebe aktiviert (s. B V G 1.1).

Z 1.5
Der Wohn- und Freizeitwert soll als „weicher Standortfaktor“ nachhaltig bewahrt und es soll ein ausreichendes Wohnungsangebot bereitgestellt werden (s. B II 5).

G 1.6
Es ist von besonderer Bedeutung, die vielfältige Branchen- und Betriebsgrößenstruktur in der Region zu erhalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

G 1.7
Es ist darauf hinzuwirken, die Wirtschaftskraft der Region durch bestmögliche Kooperation und Vernetzung der regionalen Wirtschaftskräfte und der wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der Region sowie über die Regionsgrenzen hinweg zu sichern und zu stärken.
Nationale und internationale Kooperationen mit anderen Regionen sind anzustreben und auszubauen. G 1.8 Bei Flächenneuausweisungen sind interkommunale Kooperationen anzustreben.
Z 1.9 Bei der Standortvorsorge sollen brach gefallene Bestandsflächen, noch unbebaute Baurechtsreserven im Innenbereich sowie nicht mehr genutzte Militärflächen im Interesse einer sparsamen Flächeninanspruchnahme vorrangig berücksichtigt werden, soweit sie für die geplante Nutzung geeignet sind.
 

2  Wirtschaftsstruktur

2.1  Regionale Wirtschaftsstruktur

G 2.1.1
Es ist eine ausgewogene räumliche Verteilung der Betriebe und Arbeitsplätze nach dem Raummodell der dezentralen Konzentration anzustreben.

Dabei ist darauf hinzuwirken, dass die Zahl der Arbeitsplätze insgesamt gesichert und weiter ausgebaut wird. Auf gute Stand-
ortbedingungen für mittelständische und handwerkliche Betriebe ist besonders hinzuwirken.

Z 2.1.2
Regionale Potentiale wie vorhandene teilräumliche Cluster sollen genutzt und gestärkt werden (s. Z 3.3).

Z 2.1.3
Im Stadt- und Umlandbereich sollen Überlastungen vermieden werden. Die Ausgleichs- und Regenerationsfunktion der Freiräume soll nicht gefährdet werden.

Z 2.1.4
Außerhalb des Stadt- und Umlandbereichs, insbesondere im ländlichen Raum soll vorrangig die Wirtschaftskraft der Mittelzentren gestärkt werden. Darüber hinaus soll eine stärkere wirtschaftliche Entwicklung bevorzugt an geeigneten Zugängen zu Verkehrsinfrastrukturachsen konzentriert werden.
 

2.2  Handwerk

G 2.2.1
In allen Teilräumen der Region ist eine ausgewogene Branchen- und Größenstruktur der Betriebe anzustreben.

Z 2.2.2
Der weitere Zugang des Handwerks zur technologischen Entwicklung soll gefördert, die betriebswirtschaftlichen und technischen Beratungsdienste sowie die Einrichtungen der beruflichen Aus- und Fortbildung bzw. Umschulung sollen bedarfsgerecht ausgebaut werden.
 
Z 2.2.3
Wohnnahe handwerkliche Wirtschaftsstrukturen sollen erhalten und soweit möglich durch Ansiedlung neuer Handwerksbetriebe gestärkt bzw. wieder hergestellt werden.

G 2.2.4
Es ist von besonderer Bedeutung, dass insbesondere im großen Verdichtungsraum München zur Förderung von Existenzgründern und zur Aktivierung des Innovationspotentials Handwerker- und Gewerbehöfe sowie Gründerzentren errichtet werden.

Z 2.2.5
Standorte bestehender Betriebe sollen gesichert werden. Ihrem Flächenbedarf soll vorrangig Rechnung getragen werden.
 

2.3  Dienstleister

G 2.3
Auf den Erhalt bzw. die Wiederherstellung dezentraler Dienstleistungsstrukturen ist hinzuwirken. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dem demographischen Wandel Rechnung zu tragen.
 

2.4  Produzierendes und verarbeitendes Gewerbe

Z 2.4.1
Durch Schaffung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen sollen in allen regionalen Teilräumen die Standorte für produzierendes und verarbeitendes Gewerbe gesichert und bedarfsgerechte Ergänzungen ermöglicht werden.

Z 2.4.2
Bestehende industrielle Produktionscluster sollen gestärkt werden.

G 2.4.3
Es ist von besonderer Bedeutung, dass das die industrielle Produktion stabilisierende Netzwerk der Zuliefer- und Abnehmerbeziehungen gestärkt und fortentwickelt wird.

Z 2.4.4
Ein bedarfsgerechtes Netz von Gewerbehöfen, Technologie- und Gründerzentren soll geschaffen werden.

Z 2.4.5
Die Neuansiedlung von Großbetrieben ab 500 Beschäftigten soll in der Regel in zentralen Orten und Siedlungsschwerpunkten mit guter Anbindung an den schienengebundenen Personennahverkehr erfolgen.

Z 2.4.6
Flächenextensive Betriebe mit niedriger Arbeitsplatzdichte sollen möglichst außerhalb des Stadt- und Umlandbereichs angesiedelt werden. Vor Flächenneuausweisungen soll dabei vorrangig auf bereits ausgewiesene Flächenpotenziale mit guter Anbindung an das Schienen- und Straßennetz zurückgegriffen werden.

Z 2.4.7
Industrielle Nutzungen mit besonderen Standortanforderungen sollen nicht innerhalb zusammenhängender Siedlungsflächen neu angesiedelt werden. Sie sollen an geeigneten Standorten außerhalb entstehen.
 

2.5  Versorgung – Einzelhandel

2.5.1  Allgemeine Grundsätze der Versorgung

G 2.5.1.1
Die dezentralen Versorgungsstrukturen in der Region München mit ihrer großen Vielfalt an Betriebstypen, Waren- und Dienstleistungsangeboten und den Bündelungsvorteilen sollen erhalten und gestärkt werden. Einer Verzerrung des Standortwettbewerbs zwischen Versorgungsstandorten in städtebaulich integrierten und peripheren Lagen soll entgegengewirkt werden.

Standorte in "städtebaulich integrierter Lage" bedeutet, dass diese Standorte

  • sich in oder nahe von Innenstädten, Stadtteilzentren und Ortskernen sowie Nebenzentren befinden,
  • auch andere öffentliche und private Infrastruktureinrichtungen bieten,
  • mit entsprechend leistungsfähigen ÖPNV-Anschlüssen angebunden oder anbindbar sind und für den motorisierten Individualverkehr im Straßennetz verträglich erreichbar sind,
  • in aller Regel einen Bezug zur wohnortnahen Grundversorgung und zur Versorgung der Bevölkerung im landesplanerischen Verflechtungsbereich bzw. im Einzugsbereich haben.

G 2.5.1.2
Einer teilräumlich einseitigen Konzentration von Einzelhandelsgroßprojekten soll entgegengewirkt werden.

G 2.5.1.3
Flächen für die Einzelhandelsversorgung der Bevölkerung sollen auf nachhaltige, d.h. zukunftsfähige, flächensparsame und umweltverträgliche Standorte ausgerichtet werden.

G 2.5.1.4
Flächennutzungen oder -ausweisungen für den Einzelhandel sollen insbesondere an Standorten erfolgen, die Haltepunkten eines entsprechend leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehrs günstig zugeordnet sind.

G 2.5.1.5
Bei neuen oder zu erweiternden Einzelhandelsgroßprojekten soll die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur gewährleistet werden.

G 2.5.1.6
Als Grundlage der Bauleitplanung und für Standortentscheidungen zur Versorgung der Bevölkerung sollen überörtlich abgestimmte Konzepte erstellt und umgesetzt werden.

G 2.5.1.7
An den Standorten des Einzelhandels in städtebaulich integrierten Lagen sollen die Möglichkeiten zur Erhaltung, Weiterentwicklung und Bereitstellung ausreichender Kapazitäten für die Grundversorgung gewährleistet sein. Auf einen breiten Branchenmix soll hingewirkt werden.
 

2.5.2  Einzelhandelsfunktionen der Gemeinden und zentralen Orte

Z 2.5.2.1
In allen Gemeinden soll die verbrauchernahe Grundversorgung im Einzelhandel zur Deckung des kurzfristigen, täglichen Bedarfs sichergestellt werden.

Z 2.5.2.2
In den zentralen Orten sollen die Einzelhandelskapazitäten an deren Versorgungsfunktion und an der Größe der landesplanerischen Verflechtungsbereiche orientiert werden, soweit nicht Besonderheiten eine Abweichung vom Verflechtungsbereich gemäß Landesentwicklungsprogramm begründen.

Z 2.5.2.3
Durch eine verstärkte Entwicklung von Einzelhandelsstandorten in städtebaulich integrierten Lagen sollen innerhalb der Nahbereiche

  • der Kleinzentren, insbesondere in Aßling, Fuchstal, Geltendorf, Haimhausen, Moosinning, Prittriching und Zolling, die Deckung des Grundbedarfs und
  • aller Unterzentren die Deckung des qualifizierten Grundbedarfs

sichergestellt werden.

Z 2.5.2.4
Die Siedlungsschwerpunkte im Stadt- und Umlandbereich München sollen für ihren Nahbereich in ihrer Versorgungsfunktion für Waren und Dienstleistungen zur Deckung der qualifizierten Grundversorgung in städtebaulich integrierten Lagen gestärkt werden. Geeignete Siedlungsschwerpunkte kommen zur Deckung des gehobenen Bedarfs auch für mittelzentrale Versorgungseinrichtungen mit städtebaulich integrierter Lage in Frage.

Z 2.5.2.5
In den folgenden zentralen Orten höherer Stufe sollen geeignete Potenziale zur Aufwertung der Einzelhandelsfunktionen in städtebaulich integrierten Lagen verstärkt geschaffen und gesichert sowie die hier spezifischen Standortvorteile gestärkt werden, und zwar

  • in den Mittelzentren, insbesondere mit Lage im ländlichen Raum und in der äußeren Verdichtungszone, für die Versorgung der Bevölkerung mit Waren des gehobenen Bedarfs im jeweiligen Mittelbereich und
  • im möglichen Oberzentrum Freising für die Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen des gehobenen, spezialisierten und höheren Bedarfs im Mittelbereich Freising.

Darüber hinaus soll die regionale Bedeutung des Einzelhandels in diesen Städten auch durch Marketingmaßnahmen weiterentwickelt werden.

Z 2.5.2.6
Im Oberzentrum München sollen die Standortbedingungen des Einzelhandels für Waren und Dienstleistungen besonders des höheren Bedarfs in den städtebaulich integrierten Lagen im Sinne eines dezentralen Versorgungskonzeptes verbessert werden. Eine Abstimmung mit den Versorgungsfunktionen der städtebaulich integrierten Einzelhandelsstandorte angrenzender Siedlungsschwerpunkte soll angestrebt werden.

2.5.3
Einzelhandelsgroßprojekte

G 2.5.3.1
Fachmärkte und Einkaufszentren sollen als Einzelhandelsgroßprojekte in städtebaulich integrierten Lagen zur zentralörtlichen Versorgungsfunktion und Handelsvielfalt beitragen.

Z 2.5.3.2
Einzelhandelsgroßprojekte sollen die Funktionsfähigkeit der zentralen Orte im Einzugsbereich und die verbrauchernahe Versorgung nicht wesentlich beeinträchtigen.
 

2.6  Bildung/Wissenschaft

G 2.6.1
Es ist anzustreben, die Standorte bestehender Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zu sichern und den Anforderungen der Wirtschaft und der Wissenschaft entsprechend weiterzuentwickeln.

Z 2.6.2
Die Neuansiedlung von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen soll vorzugsweise an Standorten erfolgen, an denen eine enge Kooperation mit Hochschulen beziehungsweise mit bereits ansässigen Forschungseinrichtungen und Anwender-, Technologie- und Gründerzentren gewährleistet ist.

Z 2.6.3
Die Hochschulstandorte sollen erhalten und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft zu regionalen Wissensclustern weiterentwickelt werden.
 

2.7  Logistik

Z 2.7.1
An verkehrsgünstigen Standorten soll ein dezentrales Netz von Verteiler- und Logistikzentren geschaffen werden. Gleisanschlüsse sollen erstellt, erhalten und genutzt werden (s. B II G 5.2.3 sowie B V Z 3.3.2 und Z 3.3.3).

G 2.7.2
Auf eine Vernetzung der Verteiler- und Logistikzentren auch per Schiene ist hinzuwirken.
 

2.8  Sicherung und Gewinnung von Bodenschätzen

2.8.1  Sicherung

G 2.8.1.1
Die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit preiswerten mineralischen Bodenschätzen aus heimischen Rohstoffvorkommen (Kies, Sand, Lehm, Ton und Bentonit) soll sichergestellt werden. Die zur Deckung des derzeitigen und künftigen regionalen und überregionalen Bedarfs benötigten Rohstoffvorkommen der Region sollen erkundet, gesichert, erschlossen und gewonnen werden.

G 2.8.1.2
Auf einen nachhaltigen und sparsamen Umgang mit den Bodenschätzen soll hingewirkt werden.

G 2.8.1.3
Auf einen verstärkten Einsatz von umweltunschädlichen Ersatzrohstoffen soll hingewirkt werden.

Die Verwendung recyclingfähiger Baustoffe und die Errichtung von Bauschutt- und Abbruchaufbereitungsanlagen soll gefördert werden.

Bei Baugroßvorhaben soll hochwertiger Kies als Schüttmaterial nicht verwendet werden; dies gilt insbesondere für den Autobahn- und Straßenbau sowie die Errichtung von Lärmschutzwällen.
 

2.8.2  Abbau

Z 2.8.2.1
Der Abbau von Bodenschätzen und die Rekultivierung oder Renaturierung der abgebauten Flächen muss stufenweise erfolgen, um den Eingriff in den Naturhaushalt, das Landschaftsbild sowie Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.

G 2.8.2.2
Bei allen Abbaumaßnahmen soll eine möglichst vollständige Rohstoffgewinnung angestrebt werden, soweit nicht öffentliche Belange, insbesondere  der Wasserwirtschaft, der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und der Landschaftspflege oder der Flugsicherheit dem entgegenstehen.
 

2.8.3  Nachfolgefunktion

G 2.8.3.1
Die Abbaugebiete sollen insbesondere unter Berücksichtigung des Grundwasserschutzes nach Möglichkeit ihrer ursprünglichen Nutzung und/oder einer ökologischen Nachfolgefunktion zugeführt werden.

Dabei sollen nach Beendigung des Abbaus eine Bereicherung des Landschaftsbildes und neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen werden.

G 2.8.3.2
Die Nachfolgefunktion soll auf der Grundlage eines landschaftsökologischen Gesamtkonzeptes umgesetzt werden.

Auf eine ordnungsgemäße Rekultivierung oder Renaturierung der abgebauten Flächen soll hingewirkt werden. Diese soll für das gesamte Abbaugebiet vorausschauend festgelegt und während des Abbaus Zug um Zug unter Beachtung des Gesamtverfüllkonzeptes auf ausgeschöpften Teilflächen vorgenommen werden; durch geeignete Kontrollmaßnahmen soll dieses so weit wie möglich sichergestellt werden.

G 2.8.3.3
In Gebieten, die mit naturnahen Landschaftselementen unzureichend ausgestattet sind - insbesondere in Bereichen mit intensiver Landnutzung - sollen in abgebauten Flächen vor allem auch naturnahe Lebensräume vorgesehen und das Biotopverbundsystem ergänzt werden, um die ökologische Vielfalt zu erhöhen und den ökologischen Ausgleich zu verbessern.

G 2.8.3.4
Bei Inanspruchnahme von Wald soll als Nachfolgefunktion Wiederaufforstung mit standortheimischen Mischwäldern festgelegt werden.
In den waldarmen nördlichen Gebieten der Region, insbesondere im tertiären Hügelland, kommt der standortheimischen Aufforstung abgebauter Gewinnungsgebiete besondere Bedeutung zu.

In den ehemaligen großen Niedermoorgebieten soll als Nachfolgefunktion die Offenhaltung der Landschaft unter Verzicht auf die Aufforstung vorgesehen werden.

Z 2.8.3.5
Bei Wiederverfüllung muss geeignetes, umweltunschädliches Material verwendet werden.

Z 2.8.3.6
Nach Nassabbau darf eine Wiederverfüllung im Regelfall nicht vorgenommen werden.

G 2.8.3.7
Kleinere Grundwasseraufschlüsse können in Bereichen natürlicher oder naturnaher Lebensgemeinschaften zu naturnahen Biotopen entwickelt werden.

G 2.8.3.8
Geeignete größere Grundwasseraufschlüsse sollen in Abstimmung mit der jeweiligen Kommune für den bedarfsgerechten Ausbau gut erreichbarer wasserbezogener Erholungseinrichtungen vor allem in jenen Gebieten vorgesehen werden, denen es an hierfür geeigneten natürlichen Gewässern mangelt; ansonsten sollen sie vorzugsweise als Landschaftsseen gestaltet werden.
 

2.8.4  Ordnung

2.8.4.1
Der großflächige Abbau der oberflächennahen Bodenschätze wird durch die Ausweisung von Vorrang- (VR) und Vorbehaltsgebieten (VB) gesichert, koordiniert und geordnet.

Lage und Abgrenzung der Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Gewinnung von Kies, Sand, Lehm, Ton und Bentonit bestimmen sich nach Karte 2 "Siedlung und Versorgung", Tektur Bodenschätze 2, i.M. 1:100.000.

Z 2.8.4.2
In den Vorranggebieten hat die Gewinnung der Bodenschätze Vorrang vor anderen Nutzungen.

G 2.8.4.3
In den Vorbehaltsgebieten kommt der Gewinnung oberflächennaher Bodenschätze besonderes Gewicht zu.

G 2.8.4.4
Großflächiger Abbau von Bodenschätzen (> 10 ha) soll vorzugsweise in den Vorranggebieten und in den Vorbehaltsgebieten realisiert werden.
 

2.8.5  Als Vorranggebiete werden ausgewiesen:

Z 2.8.5.1
Vorranggebiete für Kies und Sand

Landeshauptstadt München
· München, LH (VR 100)

Landkreis Dachau
· Altomünster, M (VR 200)
· Altomünster, M (VR 7633/1)
· Hebertshausen (VR 7735/1)
· Hilgertshausen-Tandern (VR 202)

Landkreis Ebersberg
· Ebersberg, St (VR 30)
· Ebersberg, St (VR 300)
· Pliening/Kirchheim b.München (VR 301 wird ergänzt durch Teilfläche VR 802)
· Kirchseeon, M (VR 33)
· Vaterstetten (VR 302)

Landkreis Erding
· Dorfen, St (VR 7738/1)
· Dorfen, St (VR 7738/2)
· Erding, St (VR 41)
· Erding, St (VR 401
· Erding, St (VR 402)
· Forstern (VR 44)
· Moosinning (VR 46 wird ergänzt durch Teilfläche VB 46a)
· Neuching (VR 403 wird ergänzt durch VB 48, 2 Teilflächen)
· Pastetten (VR 49 wird ergänzt durch Teilfläche VB 49 und durch Teilfläche VB 43)

Landkreis Freising
· Allershausen (VR 500)
· Eching (VR 501)
· Eching (VR 7635/1)
· Rudelzhausen (VR 511)
· Fahrenzhausen (VR 502)
· Haag a.d.Amper (VR 503)
· Hallbergmoos (VR 504)
· Hohenkammer (VR 7535/1)
· Kirchdorf a.d.Amper (VR 505)
· Langenbach/Marzling (VR 7536/2)
· Marzling (VR 52)
· Marzling (VR 506)
· Mauern (VR 508)
· Moosburg a.d.Isar (VR 510)
· Zolling (VR 512)

Landkreis Fürstenfeldbruck
· Adelshofen (VR 600)
· Fürstenfeldbruck, GKSt (VR 601)
· Fürstenfeldbruck, GKSt (VR 602)
· Fürstenfeldbruck, GKSt (VR 605)
· Jesenwang/Landsberied/Mammendorf (VR 603)

Landkreis Landsberg am Lech
· Denklingen (VR 700)
· Geltendorf (VR 701)
· Geltendorf (VR 7831/1)
· Geltendorf (VR 7832/1 wird ergänzt durch Teilfläche VB 71)
· Igling (VR 704)
· Landsberg am Lech, GKSt/Igling (VR 703)
· Obermeitingen/Hurlach (VR 702)
· Vilgertshofen (VR 706)
· Reichling/Vilgertshofen (VR 705)
· Thaining (VR 76)
· Windach (VR 77 wird ergänzt durch VB 77)

Landkreis München
· Aschheim/Unterföhring (VR 800 wird ergänzt durch Teilfläche VB 10)
· Kirchheim b.München (VR 802 wird ergänzt durch Teilfläche VR 301)
· Taufkirchen/Oberhaching (VR 803)
· Planegg/Neuried (VR 804)

Landkreis Starnberg
· Gilching/Weßling (VR 900)

Z 2.8.5.2
Vorranggebiete für Lehm und Ton (L)

Landkreis Dachau
· Bergkirchen/Dachau, GKSt (VR L200)
· Hilgertshausen-Tandern (VR L204)
· Schwabhausen (VR L7633/1)

Landkreis Erding
· Bockhorn (VR L400)
· Dorfen, St (VR L401)
· Dorfen, St (VR L402)
· Hohenpolding (VR L7638/1)
· Taufkirchen (VR L403)

Landkreis Freising
· Attenkirchen (VR L500)
· Attenkirchen (VR L501)
· Au i.d.Hallertau, M (VR L502)
· Mauern/Wang (VR L503)
· Wang (VR L504)
· Wolfersdorf  (VR L505)
· Wolfersdorf (VR L506)
· Wolfersdorf (VR L507)
· Zolling/Wolfersdorf (VR L508)
· Zolling/Wolfersdorf (VR L509)
· Zolling (VR L7536/2)

Landkreis Fürstenfeldbruck
· Egenhofen (VR L600)
· Egenhofen (VR L7733/1)

Z 2.8.5.3
Vorranggebiete für Bentonit

Landkreis Freising
· Au i.d.Hallertau/Rudelzhausen (VR B7436/1)
· Rudelzhausen/Au i.d.Hallertau  (VR 5012, 2 Teilflächen)
· Rudelzhausen/Hörgertshausen (VR 5003)
· Rudelzhausen (VR 5002)
· Rudelzhausen (VR 5007)
· Rudelzhausen (VR 5013)
· Gammelsdorf (VR 5008, 6 Teilflächen)
· Gammelsdorf (VR 5011)
· Hörgertshausen/Mauern/Gammelsdorf (VR5006, 2 Teilflächen)
· Hörgertshausen/Mauern (VR 5005, 2 Teilflächen)
· Hörgertshausen (VR 5004, 3 Teilflächen
· Hörgertshausen (VR 5015)
· Hörgertshausen (VR B7437/1)

 
2.8.6  Als Vorbehaltsgebiete werden ausgewiesen:

G 2.8.6.1
Vorbehaltsgebiete für Kies und Sand

Landeshauptstadt München
· München, LH (VB 10 wird ergänzt durch Teilfläche VR 800)

Landkreis Dachau
· Bergkirchen (VB 20)
· Hebertshausen (VB 7734/1)

Landkreis Ebersberg
·  Ebersberg (VB 31)
· Hohenlinden (VB 32 wird ergänzt durch Teilfläche VB 45)

Landkreis Erding
· Erding, St (VB 40)
· Finsing (VB 42)
· Forstern (VB 43 wird ergänzt durch Teilfläche VB 49 und VR 49)
· Isen, M (VB 45 wird ergänzt durch Teilfläche VB 32)
· Moosinning (VB 46a wird ergänzt durch Teilfläche VR 46)
· Moosinning (VB 47)
· Neuching (VB 48, 2 Teilflächen werden ergänzt durch Teilfläche VR 403)
· Neuching (VB 404)
· Pastetten (VB 49 wird ergänzt durch Teilfläche VR 49 und durch Teilfläche VB 43)

Landkreis Freising
· Freising, GKSt (VB 51)
· Allershausen (VB 50)

Landkreis Fürstenfeldbruck
· Moorenweis (VB 60)

Landkreis Landsberg am Lech
· Finning/Windach (VB 70)
· Geltendorf (VB 71 wird ergänzt durch Teilfläche VR 7832/1)
· Hurlach (VB 72)
· Hurlach (VB 73)
· Penzing/Schwifting (VB 74)
· Rott (VB 75)
· Windach (VB 77 wird ergänzt durch VR 77)

Landkreis München
· Aying (VB 80)
· Grasbrunn (VB 81)

Landkreis Starnberg
· Gauting/Weßling (VB 90)

G 2.8.6.2
Vorbehaltsgebiete für Lehm und Ton (L)

Landkreis Dachau
· Dachau, GKSt (VB L201)
· Dachau, GKSt (VB L202)
· Hebertshausen/Dachau, GKSt (VB L203)

Landkreis Erding
· Isen, M (VB L40)
· Kirchberg (VB L41)
· Hohenpolding (VB L7538/1)

Landkreis Freising
· Mauern (VB L50)
· Wang (VB L51)
 

G 2.8.7  Nachfolgefunktionen für Vorrang- und Vorbehaltsgebiete

Durch die Festlegung der Nachfolgefunktion kommt der jeweils getroffenen Aussage für die Nutzung des Gebietes besonderes Gewicht zu.

G 2.8.7.1
Nachfolgefunktionstypen

Als Nachfolgefunktionen für die in B IV Z 2.8.5.1 und B IV G 2.8.6.1 genannten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Kies und Sand und für die in B IV Z 2.8.5.2 und B IV G 2.8.6.2 genannten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Lehm und Ton sowie für die in B IV Z 2.8.5.3 genannten Vorranggebiete für Bentonit werden folgende Nachfolgefunktionstypen bestimmt:

  • Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
  • Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert
  • Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände
  • Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
  • Biotopentwicklung, Landschaftssee - naturorientiert
  • Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung
  • Erholung, Wassersport - intensive Erholung
  • Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

G 2.8.7.2
Nachfolgefunktionen für Vorranggebiete

G 2.8.7.2.1
Nachfolgefunktionen für Kies und Sand

Landeshauptstadt München
· VR 100 Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert

Landkreis Dachau
· VR 200 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 7633/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 7735/1 Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert
· VR 202 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen

Landkreis Ebersberg
· VR 30  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 300  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/ Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 301 Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 33  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/ Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 302  Biotopentwicklung, Landschaftssee - naturorientiert

Landkreis Erding
· VR 7738/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 7738/2 Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände
· VR 41  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (Wiederverfüllung)
· VR 401  westliche Hälfte: Biotopentwicklung, natürliche Sukzession; östliche Hälfte: Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (Wiederverfüllung)
· VR 402  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (Wiederverfüllung)
· VR 44  Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung/Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 46  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 403  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 49  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung (teilweise Wiederverfüllung)

Landkreis Freising
· VR 500  nördliche Hälfte: Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände; südliche Hälfte: Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 501  Erholung, Wassersport - intensive Erholung/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 7635/1 Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände
· VR 511  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 502  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert
· VR 503  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert
· VR 504  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 7535/1 Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 505  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände
· VR 7536/2 Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 52  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 506  Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 508  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 510  Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert
· VR 512  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert

Landkreis Fürstenfeldbruck
· VR 600  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 601  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Biotopentwicklung
· VR 602  Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung
· VR 605  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 603  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

Landkreis Landsberg am Lech
· VR 700 Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 701  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert
· VR 7831/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 7832/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 704  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 703  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände/Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VR 702  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert (Wiederverfüllung)
· VR 706  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 705  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR 76  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession/Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert/Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert (teilweise Wiederverfüllung)
· VR 77  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen

Landkreis München
· VR 800  Biotopentwicklung, Landschaftssee – extensive Erholung
· VR 802  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession/Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert
· VR 803  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände
· VR 804  Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände

Landkreis Starnberg
· VR 900  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände

G 2.8.7.2.2
Nachfolgefunktionen für Lehm und Ton (L)

Landkreis Dachau
· VR L200  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR L204  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L7633/1  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

Landkreis Erding
· VR L400  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L401  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L402  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L7638/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VR L403  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

Landkreis Freising
· VR L500  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L501  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L502  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L503  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L504  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L505  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L506  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L507  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L508  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L509  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L7536/2 Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

Landkreis Fürstenfeldbruck
· VR L600  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR L7733/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen

G 2.8.7.2.3
Nachfolgefunktionen für Bentonit

Landkreis Freising
· VR B7436/1  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5012, 2 Teilfl.  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5003  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5002  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5007  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5013  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5008, 6 Teilfl. Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5011  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5006, 2 Teilfl. Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5005, 2 Teilfl. Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5004, 3 Teilfl. Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR 5015  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VR B7437/1  LandwirtschaftlicheTForstwirtschaftliche Nutzung

G 2.8.7.3
Nachfolgefunktionen für Vorbehaltsgebiete

G 2.8.7.3.1
Nachfolgefunktionen für Kies und Sand

Landeshauptstadt München
· VB 10  nördlich Auffanggraben: Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert/Erholung, Wassersport - intensive Erholung; südlich Auffanggraben: Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert

Landkreis Dachau
· VB 20  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen (Wiederverfüllung)
· VB 7734/1 Biotopentwicklung, Landschaftssee - naturorientiert

Landkreis Ebersberg
·  VB 31  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VB 32  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

Landkreis Erding
· VB 40  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (Wiederverfüllung)
· VB 42  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VB 43  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 45  Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VB 46a  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 47 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 48  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession
· VB 49  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Biotopentwicklung, Landschaftssee - extensive Erholung (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 404  Biotopentwicklung, natürliche Sukzession (teilweise Wiederverfüllung)

Landkreis Freising
· VB 51  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession/Landschaftssee – naturorientiert (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 50  Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert

Landkreis Fürstenfeldbruck
· VB 60  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen

Landkreis Landsberg am Lech
· VB 70  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 71  Biotopentwicklung, Landschaftssee – naturorientiert
· VB 72  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 73  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 74  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände (teilweise Wiederverfüllung)
· VB 75  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert
· VB 77  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen

Landkreis München
· VB 80  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert
· VB 81  Landwirtschaftliche Nutzung - naturorientiert

Landkreis Starnberg
· VB 90  Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände

G 2.8.7.3.2
Nachfolgefunktionen für Lehm und Ton (L)

Landkreis Dachau
· VB L201 Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung
· VB L202 Landwirtschaftliche Nutzung – naturorientiert/Biotopentwicklung, natürliche Sukzession 
· VB L203 Landwirtschaftliche/Forstwirtschaftliche Nutzung

Landkreis Erding
· VB L40  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VB L41  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen/Forstwirtschaftliche Nutzung, standortgemäße Mischbestände
· VB L7538/1 Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen

Landkreis Freising
· VB L50  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
· VB L51  Landwirtschaftliche Nutzung mit Kleinstrukturen
 

2.9  Land- und Forstwirtschaft

G 2.9.1
Es ist von besonderer Bedeutung, die Land- und Forstwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung sowie für die Pflege und den Erhalt der Kulturlandschaft zu sichern.

G 2.9.2
Es ist darauf hinzuwirken, dass die land- und forstwirtschaftliche Produktion möglichst umweltschonend erfolgt. Ein höherer Anteil von in regionalen Wirtschaftskreisläufen erzeugten Produkten ist anzustreben.

Z 2.9.3
Nachwachsende Rohstoffe bzw. bei der land- und forstwirtschaftlichen Produktion anfallende Abfallstoffe sollen verstärkt für die Energieversorgung genutzt werden (s. Z 2.10.2).

G 2.9.4
Es ist anzustreben, die Bildung von Erzeugerzusammenschlüssen und von kooperativen Verarbeitungsbetrieben auszuweiten.

G 2.9.5
Es ist von besonderer Bedeutung, dass im ländlichen Raum durch die Schaffung günstig erreichbarer nichtlandwirtschaftlicher Arbeitsplätze die Bedingungen für die Nebener-werbslandwirtschaft verbessert werden. Dem Strukturwandel in der Landwirtschaft ist dabei Rechnung zu tragen.

G 2.9.6
Es ist darauf hinzuwirken, dass Flächenumnutzungen möglichst umwelt- und landschaftsbildverträglich erfolgen.
 

2.10  Energieversorgung

G 2.10.1
Es ist von besonderer Bedeutung, dass ein an die angestrebte wirtschaftliche Entwicklung, an die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung und an die regionale Versorgungssicherheit angepasstes Energieangebot bereitgestellt wird. Auf sparsame und rationelle Energieverwendung ist hinzuwirken.

Z 2.10.2
Umweltfreundlichen und erneuerbaren Formen der Energieversorgung soll möglichst der Vorrang eingeräumt werden (s. Z 2.9.3).

Z 2.10.3
Photovoltaikfelder sollen schonend in das Orts- und Landschaftsbild eingebunden werden. Die Versiegelung soll vermieden werden.

Z 2.10.4
Geeignete Standorte für Windenergieanlagen sollen nur ausgewiesen werden, wenn sie das Orts- und Landschaftsbild sowie den Naturhaushalt nicht stören.
 

2.11  Besondere regionale Kompetenzen

Z 2.11.1
Im Stadt- und Umlandbereich des großen Verdichtungsraumes München, insbesondere in der Landeshauptstadt München, sollen die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Ausbau des Städte-, Tagungs-, Kongress-, Messe- und Geschäftstourismus sowie für die Ansiedlung internationaler Organisationen weiter verbessert werden.

Z 2.11.2
Auch außerhalb der Landeshauptstadt München soll das touristische Angebot unter Berücksichtigung des landschafts- und kulturhistorischen Erbes ausgebaut werden. Wirt-schaftliche Belebungseffekte des vorrangig auf München orientierten Städte-, Tagungs-, Kongress-, Messe- und Geschäftstourismus sollen verstärkt genutzt werden.

G 2.11.3
Es ist von besonderer Bedeutung, dass die Impulse des Wirtschaftsfaktors Oktoberfest den regionalen Arbeitsmarkt beleben und durch die Schaffung ergänzender Angebote möglichst weit in die Region ausstrahlen.

Z 2.11.4
Der Versicherungs- und Bankenstandort München soll gesichert und weiter ausgebaut werden.

Z 2.11.5
Die herausragende wirtschaftliche Bedeutung des Verkehrsflughafens München als Arbeitsstätte und Auftraggeber sowie als wichtiger Standortfaktor im internationalen Wettbe-werb soll langfristig gesichert werden.

Z 2.11.6
Der Messe- und Kongressstandort München soll international konkurrenzfähig weiter ausgebaut werden.

Z 2.11.7
Bestehende Cluster von überregionaler und internationaler Bedeutung sollen gestärkt, zukunftsweisend ergänzt und vernetzt ausgebaut werden. Vorrangig gilt dies für die Kompetenzfelder

  • Luft- und Raumfahrt
  • Biotechnologie
  • Elektronik und IuK
  • Medien
  • Automobil- und Fahrzeugbau
  • Umwelttechnik
  • Medizintechnik
  • Satellitennavigation
  • Gesundheit/Wellness
  • Finanzdienstleistungen/Unternehmens-/Wirtschaftsberatung

Z 2.11.8
Der Standort Landsberg a. Lech soll zu einem Cluster der holzverarbeitenden Industrie ausgebaut werden.
 

3  Arbeitsmarkt

Z 3.1
Die wirtschaftsnahe Infrastruktur soll gesichert und bedarfsgerecht ausgebaut werden.

G 3.2
Es ist darauf hinzuwirken, dass in allen Teilräumen der Region ein möglichst breites Arbeits- und Ausbildungsangebot geschaffen wird.

Ein ausreichendes und qualifiziertes Arbeitsplatzangebot für Frauen und für Männer ist anzustreben.

Z 3.3
Teilräumliche Ungleichgewichte sollen abgebaut werden. Dabei sollen verstärkt teilregionale Entwicklungspotentiale genutzt werden (s. Z 2.1.2).

G 3.4
Auf familiengerechte Arbeits- und Wohnbedingungen sowie bedarfsdeckende Betreuungsangebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hinzuwirken.

G 3.5
Es ist von besonderer Bedeutung, dass demographisch bedingtem Arbeitskräftemangel durch gezielten Zuzug und flexible Beschäftigungsverhältnisse Rechnung getragen wird.
Es ist darauf hinzuwirken, dass geeignete Integrationsangebote geschaffen werden.

Begründung zu Kapitel B IV