|
Was ist die Inzell-Initiative?
- Die Inzell-Initiative wurde von der Landeshauptstadt München
und BMW ins Leben gerufen, um eine nachhaltige Verkehrsentwicklung
im Verdichtungsraum München zu gewährleisten.
- Sie ist seit dem Auftakt 1995 in Inzell das verkehrspolitische
Forum von München.
- Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung halten
einen offenen Dialog über Verkehrsprobleme im Ballungsraum
München und entwickeln gemeinsam tragfähige Lösungen.
- Die Initiative stellt die Basis für konkrete Projekte
im Verkehrsmanagement dar.
Organisation
- In den Gemeinden des Umlandes findet alle 1-3 Jahre ein Plenum
statt, bei dem Thesen und konkrete Projekte formuliert
und weiterentwickelt werden.
- In Foren zwischen diesen Workshops wird die strategische und
inhaltliche Diskussion fortgesetzt und die Projektumsetzung begleitet.
- Bei einer regelmäßigen Regionalen Verkehrskonferenz werden
wichtige Verkehrsprojekte gemeinsam von den betroffenen Gemeinden thematisiert,
die inhaltlich folgendes leistet:
- Vertrauen schaffen
- Transparenz ermöglichen
- Informationsaustausch pflegen
- Stand der Umsetzungen überprüfen
Da parallel zu bestehenden Gremien keine neuen Strukturen in der Region
geschaffen werden sollten, wurde der Regionale Planungsverband gebeten,
eine jährliche Regionale Verkehrskonferenz zu veranstalten.
Siehe Tagesordnungspunkt "Inzell V - Regionale Verkehrskonferenzen" auf der Planungsausschusssitzung vom 04. Mai 2004
|
|
|
Schwerpunkte der Initiative von Inzell (September 1995)
Beim ersten Workshop in Inzell wurden folgende elf Schwerpunkte formuliert, die bis heute unverändert die Basis der Initiative darstellen.
- Entwicklung von Siedlungsstrukturen durch Orientierung am Netz der öffentlichen Verkehrsmittel.
- Der Anteil des Autoverkehrs muss in Zentrumsnähe geringer werden.
- Der Durchgangsverkehr soll von dicht besiedelten Gebieten fern gehalten werden.
- Bündelung des Verkehrs auf Hauptachsen, um Verkehrsberuhigung in Wohnvierteln zu erreichen.
- Kooperatives Verkehrsmanagement steigert und verbessert die Leistungsfähigkeit der Verkehrssysteme.
- Der öffentliche Personennahverkehr hat Vorrang.
- Verbesserung des Park+Ride-Systems zur Vernetzung der Verkehrsmittel.
- Erarbeitung eines Konzeptes zum Parkraummanagement in der Stadt.
- Beim Individualverkehr hat der Wirtschaftsverkehr Vorrang.
- Optimierung des Güterverkehrs durch Förderung von Logistiksystemen.
- Verkehrsvermeidung durch einen höheren Besetzungsgrad des Pkw-Verkehrs.
Stationen von "Inzell"
|
Inzell I
|
1995 |
in Inzell |
- Startschuss für die Initiative durch Oberbürgermeister Ude und die BMW AG
- Festlegung von Schwerpunkten und Vereinbarung von sechs Projekten
|
|
Inzell II |
1996 |
in Haar |
- Arbeitsgruppe "Rote Routen" mit Verbesserungsansätzen für das Hauptstraßennetz, die in ein städtisches Verkehrskonzept einfließen sollen (Patenschaft BMW)
- Parkraummanagement der Stadt München
|
|
Inzell III |
1998 |
in Unter- haching |
-
Zahlreiche Themen finden Eingang in das Forschungsprojekt „Mobilität in Ballungsräumen MOBINET".
- Änderung der Projektstruktur und Themenbündelung in den Foren:
- „Parken" (Patenschaft: IHK für München und Oberbayern) - „Öffentlicher Verkehr" (Patenschaft: MVV) - „Rote Routen" (Patenschaft: BMW)
|
|
Inzell IV |
2001 |
in Freising |
- ca. 60 teilnehmende Institutionen
- Neugründung des Forums "Verkehrsmanagement Wirtschaftsraum München" (Patenschaft Kreisverwaltungsreferat der LHM) mit den Projekten:
- Verkehrsmanagementzentrale, - Regionale Verkehrsdaten - Mobilitätsdienste - Verkehrsabwicklung bei der BUGA 2005 - Ride-Sharing - City-Anlieferungsprojekt I (CAPRI) |
|
Inzell V |
2004 |
in Germering |
- Teilnehmerzahl steigt auf 79 an
- Diskussion der regionalen Dimension der Verkehrsprobleme
- Einstellung des Forums "Parken" nach erfolgreichen Umsetzungsprojekten
- Festigung des Forums "Verkehrsmanagement" in seiner inhaltlichen Ausrichtung
- Neugründung des Forums "Verkehrsentwicklung in Stadt und Region"
- Anregung einer jährlichen regionalen Verkehrskonferenz
- Vorstellung des Projektantrages für das Forschungsvorhaben "arrive - Angebote für eine mobile Region" (BMBF-Ausschreibung "Verkehrsmanagement 2010)
|
|
Inzell VI |
2005 |
in Unter- schleißheim |
- Rund 100 Teilnehmer
- Kooperationsprojekt arrive startet
- Diskussion der Erweiterung des MVV-Verbundraums
- Zieldiskussion Rote-Routen-Netz
- Verkehrs- und Mobilitätsmanagementplan (VMP)
- Interkommunale Kooperation
|
|
Foren
In den Foren findet eine Vertiefung der Diskussion und Weiterentwicklung der Thesen und Ergebnisse aus den Plenumworkshops statt. Für jedes Forum übernimmt ein Pate bzw. seine Institution die organisatorische Führung. Der „runde Tisch" von Inzell vergrößert sich und immer mehr Institutionen nehmen am Diskurs teil.
|
Forum |
Pate |
|
|
Öffentlicher Verkehr |
MVV |
- Integriertes Störfall- und Strategiemanagement
- Neue Angebote im ÖPNV und intermodulare Schnittstellen
- Individualisierte dynamische Fahrgastinformation
- Park+Ride
|
|
Rote Routen |
BMW |
- Ertüchtigung überlasteter Netzbereiche
- Netzgestaltung Rote Routen
- Optimierung der Netzauslastung
- Einbindung privater Verkehrs- und Navigationsdienste
|
|
Verkehrsmanagement |
KVR |
- Strategisches Verkehrsmanagement in München und der Region
- Verkehrsmanagementzentrale
- Mobilitätsmanagement
- Mitwirkung bei der Umsetzung der EU-Vorgaben zur Luftreinhaltung
|
|
Verkehrsentwicklung |
PLAN, IHK |
- Basiselemente der Entwicklungsplanung und des Verkehrsmanagements
- Szenarien und Strategien zur Regionalentwicklung und Verkehrsplanung
- Wirtschaftsverkehr in der Region München
- Freizeitverkehr
- Regionale Verkehrskonferenz
|
|
Parken (vorläufig ruhend) |
IHK |
- Blaue Zonen
- Parkraummanagement
- Parkleitsystem
- Flankierende Maßnahmen
|
|
|